
Wie schnell lässt sich Lagerbestand senken?
Zwischen zwei und acht Wochen ab Umsetzungsbeginn, abhängig von der Bestandsart. Halbfertigwaren reagieren am schnellsten, Rohmaterial am langsamsten. Altbestand ist sofort bilanzwirksam.

20 Minuten. Wir klären, welches Ziel in Ihrer Situation verbindlich erreichbar ist.
Die Wirkzeiten je Bestandsart
Bestandsart | Wirkgeschwindigkeit | Warum diese Dauer | Was zuerst zu tun ist |
|---|---|---|---|
Rohmaterial | 4 bis 8 Wochen | Es muss erst ein Wiederbeschaffungszyklus durchlaufen werden. Vorher ändert sich nichts, egal wie früh entschieden wurde | Dispositionsparameter, Bestellrhythmus und Mindestabnahmemengen aus den Rahmenverträgen prüfen |
Fertigware | 2 bis 8 Wochen | Abhängig davon, wie weit der Absatz vorausgeplant wird. Bereits produzierte Ware muss verkauft werden | Nach Bedarfsverlauf segmentieren, dann Sicherheitsbestände je Segment neu bestimmen |
Halbfertigware | 2 bis 4 Wochen | Der Bestand entsteht innerhalb der eigenen Fertigung. Wer die Losgröße ändert, sieht die Wirkung im nächsten Durchlauf | Losgrößen und Rüstzeiten prüfen, Steuerungslogik zwischen den Fertigungsstufen ansehen |
Altbestand | sofort bilanzwirksam | Es gibt keinen Zyklus abzuwarten. Die Entscheidung selbst ist die Maßnahme | Artikel ohne Bewegung, Auslaufteile und Material aus beendeten Projekten identifizieren und den Abverkauf entscheiden |
Die Angaben stammen aus der Projektpraxis von Leanovative und gelten ab Umsetzungsbeginn, nicht ab Projektstart.
Warum die Frage nach der Dauer meistens unbeantwortet bleibt
Wer nach der Dauer eines Bestandsabbaus sucht, findet fast überall dieselbe Antwort: kurzfristig, deutlich, nachhaltig. Das sind Adjektive, keine Zeitangaben.
Der Grund ist selten Unwissen. Eine konkrete Zahl ist überprüfbar, und überprüfbar zu sein ist unbequem. Wer sagt, dass Rohmaterial vier bis acht Wochen braucht, wird in Woche neun gefragt, warum es nicht schon so weit ist.
Für eine Entscheidung ist die Zahl trotzdem die einzige brauchbare Information. Wenn im dritten Quartal eine Liquiditätszahl stehen muss, entscheidet die Wirkgeschwindigkeit darüber, welche Bestandsart überhaupt noch in Frage kommt. Bei sechs Wochen Restzeit ist Rohmaterial kein Hebel mehr, Altbestand und Halbfertigwaren schon.
Was die Dauer verlängert
Drei Dinge verschieben die Wirkung, ohne dass die Ursache im Bestand liegt.
Ein pauschales Prozentziel über alle Artikel. Es senkt die Kennzahl im Berichtsmonat und erzeugt Fehlteile dort, wo Umsatz entsteht. Der Bestand kehrt zurück, sobald der Druck nachlässt, weil die erzeugende Regel unverändert blieb.
Der Versuch, vorher alle Stammdaten zu bereinigen. Das ist ein Vorhaben von Monaten und bindet genau die Leute, die für die Umsetzung gebraucht werden. Für die Segmentierung genügen Verbrauchs- und Bestandshistorie.
Warten auf eine neue Planungssoftware. In den meisten Fällen liegt die Ursache in Parametern, nicht im System. Ein Systemwechsel verschiebt die Wirkung um Quartale.
Warum die Frage nach der Dauer meistens unbeantwortet bleibt
Wer nach der Dauer eines Bestandsabbaus sucht, findet fast überall dieselbe Antwort: kurzfristig, deutlich, nachhaltig. Das sind Adjektive, keine Zeitangaben.
Der Grund ist selten Unwissen. Eine konkrete Zahl ist überprüfbar, und überprüfbar zu sein ist unbequem. Wer sagt, dass Rohmaterial vier bis acht Wochen braucht, wird in Woche neun gefragt, warum es nicht schon so weit ist.
Für eine Entscheidung ist die Zahl trotzdem die einzige brauchbare Information. Wenn im dritten Quartal eine Liquiditätszahl stehen muss, entscheidet die Wirkgeschwindigkeit darüber, welche Bestandsart überhaupt noch in Frage kommt. Bei sechs Wochen Restzeit ist Rohmaterial kein Hebel mehr, Altbestand und Halbfertigwaren schon.
Bei einem Kabelhersteller mit zwei Werken sank der Bestand in drei Monaten um 32 Prozent - Hier lesen Sie, wie das funktioniert hat

21 Mio. € weniger Bestand nach
3 Monaten
Zusätzlich 0,5 Mio. € weniger externe Lagerkosten
Ausgangssituation
Unser Kunde bekam starken Druck von Banken und Eigentümern, kurzfristig Liquidität freizusetzen, um eine attraktive Finanzierung für die anstehenden Investitionen der Gruppe zu erhalten. Die Planung verlief vollständig in Excel. Jeder Planer hatte seine eigene Arbeitsweise und Aufträge brauchten Wochen, um durch die Fertigung zu laufen.
Ergebnisse der Zusammenarbeit
Neben der Verbesserung der Liquiditätssituation wurde eine sinnvolle Planungssoftware für die Standorte Tschechien und Österreich ausgewählt.

Highlights
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Shopfloor-Management als beste in ganz Österreich ausgezeichnet
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Kurzfristige Reaktion auf Abwesenheit ohne zusätzliches Personal durch Flex-System

Antoine van Horen
Managing Director Österreich
Führender Kabelhersteller
Die genannten Werte wurden in den Programmen realisiert und vom Controlling der Kunden bestätigt — es handelt sich nicht um identifizierte Potenziale. Was in Ihrem Unternehmen erreichbar ist, sagen wir nach der Analyse.
Wenn Bestand Liquidität bindet, die Sie anders einsetzen wollen
Im Fit-Check klären wir in 20 Minuten, ob sich daran kurzfristig etwas ändern lässt.























