
Müssen erst die Stammdaten stimmen, bevor der Bestand sinkt?
Nein. Für die Segmentierung genügen Verbrauchs- und Bestandshistorie. Welche Stammdatenfelder wirklich gepflegt sein müssen, zeigt sich erst, wenn feststeht, welche Regeln geändert werden.

20 Minuten. Wir klären, welches Ziel in Ihrer Situation verbindlich erreichbar ist.
Was Sie für den Einstieg brauchen und was warten kann
Kategorie | Wird sofort gebraucht | Kann warten |
|---|---|---|
Daten | Verbrauchshistorie, Bestandshistorie, Auftragsbestand | Lieferantenstammdaten, Dokumentation, Klassifizierungen |
Parameter | die Felder der Artikel, deren Regel geändert wird | alle übrigen Dispositionsparameter |
Qualität | Plausibilität der Mengen und Zeitstempel | Vollständigkeit über den gesamten Artikelstamm |
Aufwand | Auszug aus dem System, in der Regel ein bis zwei Tage | Bereinigungsprojekt über Monate |
Warum die Reihenfolge meistens falsch herum steht
Fast jedes Bestandsprojekt beginnt mit dem Satz, dass die Stammdaten erst stimmen müssten. Er klingt vernünftig und ist der häufigste Grund, warum solche Projekte im ersten Quartal stehen bleiben.
Eine vollständige Bereinigung ist ein Vorhaben von Monaten. Sie bindet genau die Leute, die für die Umsetzung gebraucht werden, und erzeugt bis zu ihrem Abschluss kein Ergebnis in der Bilanz. Am Ende sind Felder gepflegt, von denen ein Teil auf keine Entscheidung Einfluss hat.
Wer verkauft, dass die Datenbasis zuerst kommt, hat dafür in der Regel einen Grund im eigenen Angebot. Ein Datenprodukt braucht Daten. Ein Bestandsabbau braucht eine Entscheidung darüber, welche Regel geändert wird.
Was tatsächlich gepflegt sein muss
Nach der Segmentierung ist die Liste kurz und begründet. Für einen Artikel mit stabilem Bedarf ist es der Sicherheitsbestand, für einen mit schwankendem die Losgröße und die Wiederbeschaffungszeit, für einen ohne Bewegung gar nichts, weil er abverkauft wird.
Es sind regelmäßig deutlich weniger Felder als angenommen, dafür bei jedem einzelnen mit einer nachweisbaren Wirkung. Die Bereinigung wird dadurch kleiner, schneller und begründet, statt vorne einen Aufwand zu erzeugen, dessen Nutzen niemand belegen kann.
Das heißt nicht, dass Stammdatenqualität unwichtig ist. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass ein erreichtes Niveau gehalten wird. Sie ist nur nicht die Voraussetzung dafür, anzufangen.
Bei einem Kabelhersteller mit zwei Werken sank der Bestand in drei Monaten um 32 Prozent - Hier lesen Sie, wie das funktioniert hat

21 Mio. € weniger Bestand nach
3 Monaten
Zusätzlich 0,5 Mio. € weniger externe Lagerkosten
Ausgangssituation
Unser Kunde bekam starken Druck von Banken und Eigentümern, kurzfristig Liquidität freizusetzen, um eine attraktive Finanzierung für die anstehenden Investitionen der Gruppe zu erhalten. Die Planung verlief vollständig in Excel. Jeder Planer hatte seine eigene Arbeitsweise und Aufträge brauchten Wochen, um durch die Fertigung zu laufen. Der Hauptgrund für den zähen Bestandsabbau wurde in den teilweise fehlerhaften Stammdaten gesehen.
Ergebnisse der Zusammenarbeit
Neben der Verbesserung der Liquiditätssituation wurde eine sinnvolle Planungssoftware für die Standorte Tschechien und Österreich ausgewählt.

Highlights
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Shopfloor-Management als beste in ganz Österreich ausgezeichnet
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Kurzfristige Reaktion auf Abwesenheit ohne zusätzliches Personal durch Flex-System

Antoine van Horen
Managing Director Österreich
Führender Kabelhersteller
Die genannten Werte wurden in den Programmen realisiert und vom Controlling der Kunden bestätigt — es handelt sich nicht um identifizierte Potenziale. Was in Ihrem Unternehmen erreichbar ist, sagen wir nach der Analyse.
Wenn Bestand Liquidität bindet, die Sie anders einsetzen wollen
Im Fit-Check klären wir in 20 Minuten, ob sich daran kurzfristig etwas ändern lässt.























